Analysis of BSE/CJD Surveillance Systems and Their Communication Strategies

Analysis of BSE/CJD Surveillance Systems and Their Communication Strategies

Auftraggeber: Europäische Union/WHO (2000-2001) | Bereich: Gesundheitsforschung

Interesse des Auftraggebers |

Im Rahmen des Europäischen TSE (Transmissible Spongiforme Enzephalopathien) Projekts „Public Perception of BSE and CJD risk in Europe, their interplay with media, policy initiatives and surveillance issues. Drawing the lessons for information policy“ (PL 987028) sollen die Kommunikationsstrukturen in den bestehenden BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) und CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) Überwachungssystemen beschrieben werden. Es handelt sich dabei um eines von fünf Teilprojekten des gesamten Projekts. Die Ergebnisse aller Teilbereiche sollen Einsichten vermitteln und in praktische politische Empfehlungen an die Europäische Union und die Weltgesundheitsorganisation münden, wie die Wahrnehmung von potentiellen Lebensmittel- und Umweltrisiken durch die Bevölkerung in eine sinnvolle Risikokommunikation und Überwachung von Lebensmittelrisiken eingebunden werden kann. Die vergleichende Studie wird in Deutschland, Großbritannien, Finnland und Italien durchgeführt, sine bearbeitet die deutsche Fallstudie.

sine-Auftrag |

Im Rahmen der von sine übernommenen Bearbeitung des Teilbereichs 4 ist es Aufgabe, die Überwachungsstrukturen von BSE und CJK, aber auch von weiteren Lebensmittelrisiken, insbesondere genetisch modifizierten Lebensmitteln, zu beschreiben und zu analysieren. Der zu untersuchende Zeitraum umfaßt die Jahre zwischen 1985 und 2001. Innerhalb der Surveillance-Organe gilt das Augenmerk den Kommunikationsstrategien (soweit vorhanden). Folgende Fragestellungen sollen bearbeitet werden:

  • Welche Art von Informationen werden von den Surveillance-Institutionen erhoben und an wen werden diese warum weitergegeben?
  • Eine Einschätzung treffen, inwiefern diese Informationen verschiedenen Interessen und politischen Perspektiven gerecht werden.
  • Was sind Kriterien für die Verlässlichkeit einer Information, wer hat die Definitionsmacht über Informationserhebung und -weitergabe?
  • Eine Bewertung, ob die vorhandenen Überwachungssysteme zu BSE und CJK in der Lage sind, verschiedene Arten der Information zu erheben und diese weiterzugeben.
  • Wie sind die vorhandenen Kommunikationsstrategien in den Überwachungssystemen entstanden, und mit welchem Ziel wurden sie geschaffen?
  • Wie ist die Wirkung der jeweiligen Kommunikationsstrategien einzuschätzen und welche Empfehlungen folgen daraus? Welche Strategien wären womöglich angemessener gewesen und warum?

Der an sine ergangene Auftrag beinhaltet darüber hinaus die Präsentation und Diskussion aller Ergebnisse der fünf Teilprojekte an einer internationalen Arbeitstagung.

Weiterhin hat sich sine verpflichtet, die gewonnenen Ergebnisse in Form von mindestens einem Buchkapitel und mindestens einem wissenschaftlichen Aufsatz zu publizieren.

Erhebungs- und Auswertungsmethoden |

Zum Einsatz kommt ein Methodenmix, bestehend aus:

  • teilstandardisierten Expert(inn)en-Interviews mit Wissenschaftler(inne)n, politischen Entscheidungsträger(inne)n, aber auch Personen der Öffentlichkeitsarbeit in den jeweiligen Überwachungsseinrichtungen bzw. zuständigen Ministerien.
  • Dokumentenanalyse von Unterlagen in Bezug auf die Überwachungsstrukturen, aber auch von Informationen, die von den Surveillance Institutionen gegeben werden.
  • Berücksichtigung der Ergebnisse der bereits erfolgten Teilprojekte 1-3 (Medienanalyse und Fokusgruppen-Diskussion)

Ergebnisse |

Die Ergebnisse der Studie wurden publiziert in: Dora, Carlos (Hrsg.) (2006): Health, Hazards and Public Debate. Copenhagen: WHO.

Bearbeitung | Dr. Kerstin Dressel unter Mitarbeit von Lisa Donath