Evaluation des Jugendhilfeprojekts „Mensch ärgere Dich…“

Evaluation des Jugendhilfeprojekts „Mensch ärgere Dich…“

Auftraggeber: Landeshauptstadt München (Stadtjugendamt) (1999-2000) | Bereich: Soziale Arbeit & Soziale Risiken, Evaluationen & Begleitforschung

Gegenstand der Evaluation |

Evaluiert wurde ein Teilprojekt des Kriminalpräventionsprojektes „TRAC“ („Teen Rage Against Crime“), das in einer institutionenübergreifenden Zusammenarbeit aus Stadtjugendamt München, Staatlichem Schulamt und der Polizei durchgeführt wurde. Der Forschungsauftrag umfaßte (1) die Zielsetzungen der beteiligten Institutionen und (2) die Betrachtung der Wirkung von Maßnahmen. Das Maßnahmenbündel „Mensch ärgere Dich…“ sollte als nicht unveränderbar, sondern aufgrund der Ergebnisse als verbesserbar aufgefaßt werden.

1. Zum einen standen als klassischer Gegenstand einer Inputevaluation die Projektkonzeption und die beteiligten Institutionen selbst im Mittelpunkt: In welchem Verhältnis stehen die Erwartungen der Jugendlichen zu den Zielsetzungen der Projektpartner? Besteht über die formulierten Ziele Konsens innerhalb der Gruppe der Projektpartner? Wurde das Projekt so konzipiert, geplant und durchgeführt, dass die formulierten Projektziele verfolgt werden konnten? Erwiesen sich die institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen als angemessen und geeignet?

2. Welche Wirkung wurde mit den eingesetzten Maßnahmen erzielt? Führten die Maßnahmen tatsächlich zur Erreichung der Projektziele? Konnten die Jugendlichen die angeregten Verhaltensanweisungen einsetzen? Traten die erwünschten Lernprozesse bei den Schüler/innen tatsächlich ein? Durch die Anlage der Evaluation, die zeitnah einsetzte, konnte der Projektverlauf und die dort aufscheinenden Wirkungen aufgezeigt werden (Complianceevaluation), um dann eine abschließende (vorläufige) Bewertung zum Schuljahresende abzugeben (Outputevalutaion).

Erhebungs- und Auswertungsmethoden |

Eingesetzt wurde ein qualitativer Methodenmix:

  • teilstandardisierte Panelinterviews mit fünf Schüler/innen und den beteiligten Projektpartnern;
  • Dokumentenanalyse (Konzeption, Spielbeschreibungen und prozeßproduzierte Projektmaterialien);
  • teilnehmende Beobachtung während der Projektdurchführung;
  • Gruppendiskussion mit der Projektklasse.

Ergebnisse |

Insgesamt kann das Projekt als geeigneter Maßnahmenkomplex zur Gewaltprävention betrachtet werden. Der ausführliche Projektbericht kann bestellt werden bei: Stadtjugendamt München, KJS, Orleansplatz 11, 81667 München

Bearbeitung | Dr. Patricia Pfeil und Dipl.-Soz. Sylvia Lustig