Graffolution – Awareness and prevention solutions against graffiti vandalism in public areas and transport

Graffolution – Awareness and prevention solutions against graffiti vandalism in public areas and transport

Auftraggeber: Europäische Kommission (2014-2016)| Bereich: Sicherheitsforschung

Interesse des Auftraggebers |

Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt „Graffolution“ – Awareness and prevention solutions against graffiti vandalism in public areas and transport – beschäftigt sich mit Graffiti und damit in Zusammenhang stehend Graffiti-Vandalismus im öffentlichen Raum, aktuellen Präventionsstrategien und möglichen neuen Umgangsweisen, der steigenden Zahl von Graffiti Vandalismus zu begegnen sowie den damit verbundenen Potenzialen von Graffiti für den urbanen Raum.

sine ist als Teil eines Konsortiums bestehend aus der University of the Arts London, der Universität Barcelona, ETICAS/Barcelona, SYNYO/Wien in alle zentralen Arbeitspakte des Projekts eingebunden.

Ziel der ländervergleichenden Studie ist es, ein umfassendes Bild der Thematik zu erlangen, indem multiperspektivisch die unterschiedlichen Erfahrungen, Expertisen und Ansatzpunkte aller Akteure aus den verschiedenen Bereichen, die mit Graffiti befasst sind (z.B. Verwaltung, Polizei, Soziale Arbeit, Öffentlicher Verkehr sowie Graffiti Writer) gebündelt werden und damit auch anderen Akteuren auf europäischer Ebene die Möglichkeit zu geben, auf diese Erfahrungen zurückzugreifen und einen Austausch zu ermöglichen. Hierzu wird eine internetbasierte Plattform entwickelt, die Februar 2016 online gehen wird. Durch die Bereitstellung umfassender Informationen, Analysen und Vernetzungsmöglichkeiten soll die Graffolution Plattform

  • allen mit Graffiti befassten Akteuren die Möglichkeit bieten, Informationen einzuholen, Erfahrungen zu teilen und im wechselseitigen Austausch innovative Präventionsansätze und Umgangsweisen zu diskutieren und weiter zu entwickeln.
  • das Bewusstsein der Öffentlichkeit (inklusive der Graffiti Writer) bezüglich illegaler Graffiti stärken sowie legale Alternativen und Präventionsmöglichkeiten aufzeigen.

 

sine-Auftrag |

sine koordiniert den Teilbereich des Projekts, in dem die wissenschaftlichen Grundlagen für das gesamte Projekt erarbeitet werden. Dieser beinhaltet u.a. folgende Untersuchungsaspekte:

  • Europaweite Untersuchung des aktuellen Ausmaßes und der unterschiedlichen Kategorisierungen von Graffiti Vandalismus im Bereich des öffentlichen Raums und Verkehrs.
  • Untersuchung der verschiedenen regionalen, kulturellen, ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie weiterer Einflussfaktoren bezüglich Graffiti.
  • Identifikation von relevanten Akteuren sowie ihrer Aufgaben, Erfahrungen, Vorgehensweisen und Vernetzungsstrategien in Bezug auf Graffiti.
  • Untersuchung Erfahrungen, Herausforderungen und Bedarfe der zentralen Akteure hinsichtlich Graffiti /des Umgangs mit Graffiti Vandalismus.
  • Analyse bestehender Präventionsstrategien.

Die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen bilden die Basis für die Entwicklung von Lösungsstrategien, Maßnahmen und Handlungskonzepten hinsichtlich der Prävention und des Umgangs mit (illegalem) Graffiti sowie den Aufbau der Graffolution Plattform.

 

Erhebungs- und Auswertungsmethoden |

  • Analyse der relevanten Literatur sowie des aktuellen Forschungsstandes.
  • Leitfadengestützte Interviews mit relevanten Akteuren aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Polizei und Justiz, öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Sozial- und Kulturarbeit, privatwirtschaftlichen Unternehmen sowie mit Graffiti Writern (in Deutschland und Österreich).
  • Die Auswertung ist inhaltsanalytisch orientiert und erfolgt mit MAXQDA.

Ergebnisse |

Weitere Informationen sowie Ergebnisse aus dem Projekt finden Sie unter http://project.graffolution.eu

 

Bearbeitung | Dr. Marion Müller (Projektleitung), Dr. Patricia Pfeil, Dr. Kerstin Dressel, Sebastian Kleele, Manuela Thiele, Daniel Hoday, Eilsabeth Mayr, Cornelia Reiter, Franziska Börngen