Risk Perception of the TSE Roadmap – A Comparative Study of the Risk Perceptions of Stakeholders in Europe

Auftraggeber: Europäische Union (2007-2008) | Bereich: Gesundheitsforschung

Interesse des Auftraggebers |

sine führt im Rahmen des Exzellenznetzwerks (NoE) Prevention, Control and Management of Prion Diseases (NeuroPrion) eine Analyse der Risikowahrnehmung sowie der Risikokommunikationsstrategien zur sogenannten TSE-Roadmap in Deutschland und dem Vereinigten Königreich durch.

Die TSE-Roadmap wurde im Juli 2005 von der Europäischen Kommission veröffentlicht und enthält eine Reihe von Vorschlägen, wie angesichts europaweit sinkender BSE-Zahlen die 2001 eingeführten sehr strengen Manahmen schrittweise herunter gefahren werden können (TSE (auch Prionen genannt)) steht dabei für die Krankheitsfamilie der Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien und umfasst Krankheiten wie die Rinderkrankheit BSE, die Traberkrankheit (Scrapie) bei Schafen oder auch die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen).

Die Roadmap stellt dabei unmißverständlich fest, dass es Veränderungen in der Risikoregulierung nur geben wird, wenn die Erleichterungen wissenschaftlich begründet sind und von den relevanten Interessensverbänden unterstützt werden. Das vorliegende Projekt widmet sich genau dieser Fragestellung:
Wie ist die Risikowahrnehmung zu Themen wie BSE oder der Traberkrankheit bei Schafen bei den Stakeholdern in Europa? Welche Risikokommunikationsstrategien finden jeweils Anwendung angesichts der Wahrnehmung des BSE-Risikos und welche Empfehlungen lassen sich für die jeweiligen Mitgliedsstaaten und für die Europische Kommission daraus ableiten?

Dazu wurden mit folgenden Interessensvertretern Interviews geführt: Verbraucherschutzverbände, Vertreter der Landwirtschaft sowie Vertreter der Fleisch-/Lebensmittelindustrie. Außerdem wurden die zuständigen Ministerien kontaktiert, um Fragen nach der konkreten Umsetzung der Maßnahmen zu stellen. Die von sine erarbeitete Studien für Deutschland und dem Vereinigtem Königreich (UK) wurden mit Ergebnissen aus Belgien, Frankreich und Italien kontrastiert.

sine-Auftrag |

Die Aufgabe von sine war:

  1. Die Risikowahrnehmung verschiedener Interessensverbände hinsichtlich des BSE-Risikos in Deutschland und im Vereinigten Königreich evaluieren
  2. Durchführung und Auswertung von Interviews mit Vertreter/innenden der Interessensverbände aus Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Lebensmittelindustrie sowie zuständiger Ministerien
  3. Identifikation von Praktiken der Risikokommunikation hinsichtlich der TSE-Roadmap
  4. Aufzeigen, wie sich die vorgefundene Risikowahrnehmung in sinnvolle Risikokommunikation umsetzen läßt
  5. Formulieren von Empfehlungen hinsichtlich des Umgangs mit der TSE-Roadmap für das Risikomanagement (Europäische Kommission sowie nationale Ministerien)
  6. Darstellung der Ergebnisse in Form eines englisch-sprachigen Berichts

 

Erhebungs- und Auswertungsmethoden |

  • Leitfaden gestützte Expert/innen-Interviews
  • Inhaltsanalytische Auswertung

Ergebnisse |

Die Ergebnisse können nach Abschluß des Projekts auf der Website von NeuroPrion abgefragt werden. Weitere Informationen zu NeuroPrion: www.neuroprion.com

Bearbeitung | Dr. Kerstin Dressel