Wohnungsflüchter in München

Wohnungsflüchter in München

Auftraggeber: Landeshauptstadt München (2007-2008) | Bereich: Soziale Arbeit und Soziale Risiken, Evaluationen & Begleitforschung

Interesse des Auftraggebers |

Die Situation an einzelnen öffentlichen Plätzen Münchens ist gekennzeichnet von einer zunehmenden Konzentration von Menschen mit sozialen Schwierigkeiten: Wohnungslose, Wohnungsflüchter, Menschen mit einer ausgeprägten Suchtproblematik und Gruppen von Heranwachsenden. Diese Situation führt zu Problemen und Beschwerden von Anwohnern/innen und Geschäftsinhabern/innen über die Konsequenzen einer „problematischen“ Nutzung dieser Plätze: öffentlicher Alkoholkonsum, Diebstähle, unzureichende hygienische Zustände, Belästigungen von Passanten etc.

sine führt zur Erfassung des Status Quo dieser Problematik im ersten Schritt eine stadtweite Situationsanalyse durch. Auf öffentlichen Plätzen, an denen Probleme mit Wohnungslosen, Wohnungsflüchtern, Drogenkonsumenten/innen und Jugendlichen bekannt geworden sind, soll untersucht werden, welche Menschen nutzen diese Plätze auf welche Weise und in welchem Umfang und werden dabei von wem warum als problematisch erachtet.

Im zweiten Schritt steht eine Kosten-Wirksamkeitsanalyse im Vordergrund. Es wird die besondere Problematik um die Wohnungsflüchter bzw. Stammsteher an ausgewählten Plätzen untersucht. Im Sinne eines sozialraumorientierten Vorgehens identifiziert sine anhand von Interviews mit allen Beteiligten (Wohnungsflüchter, Anwohner/innen, Gewerbetreibende, Streetworker, Polizei, soziale und politische Institutionen etc.) die spezifischen Bedarfslagen und evaluiert die bestehenden Hilfeangebote für Wohnungsflüchter.

Erhebungs- und Auswertungsmethoden |

  • Dokumentenanalyse
  • Situationsanalyse: Befragung und quantitative Analyse
  • Qualitative Interviews mit Betroffenen
  • Experteninterviews
  • Inhaltsanalytische Auswertung

 

Bearbeitung | Dr. Marion Müller, Dr. Patricia Pfeil, Dipl.-Soz. Lisa Donath