Pro und Kontra der Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement – Diskussionsstand in Deutschland und Europa

Pro und Kontra der Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement – Diskussionsstand in Deutschland und Europa

Auftraggeber: Deutscher Bundestag, Büro für Technikfolgenabschätzung (TAB) (2001-2002) | Bereich: Gesundheitsforschung

Interesse des Auftraggebers |

Erstellung eines wissenschaftlichen Gutachtens für den Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum Thema „Pro und Kontra der Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement – Diskussionsstand in Deutschland und Europa“ im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung des TAB „Strukturen der Organisation und Kommunikation im Bereich der Erforschung übertragbarer spongiformer Enzephalopathien (TSE)“.

sine-Auftrag |

Die Aufgabe von sine war:

  • Bestandsaufnahme der Neuordnung der institutionellen Architektur im gesundheitlichen Verbraucherschutz nach der deutschen BSE-Krise (auf der Grundlage des Berichts der von-Wedel-Kommission)
  • Exemplarische Untersuchung institutioneller Innovationen (besonders: Bundesinstitut für Risikobewertung und Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)
  • Andere europäische Institutionen als Modell für Deutschland? (hier besonders: britische Food Standards Agency, französische AFSSA sowie Konzept der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde)
  • Erarbeitung einer Bewertungsmatrix für institutionelle Innovationen
  • Erarbeitung von politischen Handlungsempfehlungen für Deutschland

Erhebungs- und Auswertungsmethoden |

  • Teilstandardisierte Experteninterviews: mit Vertreter/innen der aus dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), dem Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (BMGS), dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BgVV), Länderministerien, der britischen Food Standards Agency, Experten der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde.
  • Dokumentenanalyse von Berichten, Websites, und ergriffener Risikomanagementstrategien im Hinblick auf den gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland, aber auch anderen europäischen Staaten sowie der EU

Ergebnisse |

Ergebnisse der Studie wurden als TAB-Hintergrundbericht Nr. 10 publiziert: „Pro und Kontra der Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement – Diskussionsstand in Deutschland und Europa“. Berlin.

Überdies gab es zum sine-Gutachten eine Informations- und Diskussionsveranstaltung des TAB am 7. Mai 2003 in Berlin: „Die Weiterentwicklung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes als ressortübergreifende Aufgabe. Risiko – Diskurse und Lösungsansätze“. Dort wurde mit Parlamentariern, Mitarbeitern des TAB, dem Vorsitzenden der Risikokommission der Bundesregierung, einem Vertreter des BfR sowie weiteren Wissenschaftler/innen und Interessierte die Implikationen des sine-Gutachtens.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Workshops finden Sie unter: Büro für Technikfolgenabschtzung (Hrsg.): Risikoregulierung bei unsicherem Wissen: Diskurse und Lösungsansätze. Dokumentation zum TAB-Workshop „Die Weiterentwicklung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes als ressortbergreifende Aufgabe“, Diskussionspapier Nr. 11, März 2005.

Bearbeitung | Dr. Kerstin Dressel (Projektleitung), Dr. Stefan Böschen, Dr. Willly Viehöver und PD Dr. Michael Schneider