Evalution des Projekts „Betreuungsweisung Plus“

Evalution des Projekts „Betreuungsweisung Plus“

Auftraggeber: Katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising e.V. (2012) | Bereich: Soziale Arbeit & Soziale Risiken, Evaluationen & Begleitforschung

Auftrag und Ausgangspunkt der Evaluation

Das Angebot Betreuungsweisung + wurde in Kooperation von Katholischer Jugendfürsorge München und Lotse – Kinder + Jugendhilfe – e.V. entwickelt. Es ist eine intensive Betreuungsform im Rahmen der Betreuungsweisungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 JGG. Die Betreuungsweisung + zielt vor allem auf Jugendliche und junge Heranwachsende, die in kurzer Zeit durch eine Vielzahl von Straftaten auffällig wurden. Die Betreuungsweisung + verfolgt die Ziele der Betreuungsweisung, ist aber mit einem erhöhten und flexiblen Zeitbudget für Jugendliche und junge Heranwachsende ausgestattet, um den immer komplexeren Fallstrukturen gerecht zu werden.

Der Evaluation liegt die Frage zugrunde, ob und ggf. wie sich der erhöhte Zeiteinsatz, der in dem Konzept Betreuungsweisung + vorgesehen ist, in der Qualität der Arbeit bemerkbar macht. Auf diese Frage kann es keine eindimensionale Antwort geben, da sich das Klientel, das für die Maßnahme Betreuungsweisung + vorgesehen ist, zum Teil von dem „normalen“ Betreuungsweisungsklientel unterscheidet.

In den gesamten Prozess der Evaluation wurden Studierende der Hochschule München, Fakultät für Sozialwissenschaften, Studiengang Soziale Arbeit einbezogen; die Evaluation hatte somit auch Lehrforschungscharakter.

Methodisches Vorgehen

  • Entwicklung und Festlegung der Ziele und Indikatoren der Evaluation gemeinsam mit den Auftraggebern
  • Durchführung von leitfadengestützten qualitativen Einzelinterviews mit Klient*innen
  • Gruppendiskussionen mit Betreuer*innen
  • Dokumentenanalysen anhand der vorliegenden Akten
  • Inhaltsanalytische Auswertung der Einzelinterviews und Gruppendiskussionen

 

Präsentation der Ergebnisse der Evaluation Betreuungsweisung + im Rahmen des Fachtags am 31.1.2013 in der Katholischen Jugendfürsorge

Zeit für die letzte Chance – SZ-Artikel vom 4.2.2013

Präsentation des Vortrags „Zeit als Faktor in der Sozialen Arbeit am Beispiel der Betreuungsweisung Plus“ im Rahmen des Fachtags für Soziale Arbeit am 7.6.2013 an der Hochschule München

Präsentation des Posters„Der Spagat zwischen komplexen Anforderungsstrukturen und komplexen Rahmenbedingungen: die Evaluation einer sozialpädagogischen Maßnahme mit straffälligen Jugendlichen (Betreuungsweisung +)“ auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) (11.-13.9.2013 in München)

Bearbeitung | Dr. Marion Müller, Dr. Patricia Pfeil